
Graved Lachs selber machen – nordisch, einfach, ehrlich
Graved Lachs ist ein Klassiker der nordischen Küche – ursprünglich aus Skandinavien, aber längst auch in norddeutschen Küchen fest verwurzelt. Klingt nach Sterneküche, braucht aber
keine.
Nur frischen Lachs, ein bisschen Geduld und keine Angst vor Salz. Der Rest ist pure Magie – ganz ohne Kochen.
Und: Wenn du heute loslegst, ist er bis zum Weihnachtsbrunch (oder Sonntagsfrühstück) locker fertig.
So geht ´s
500 g frisches Lachsfilet | ... entgräten (falls noch Gräten da sind), mit einem Löffel entschuppen und unter kaltem Wasser abspülen. Trocken tupfen und in eine passende Schale legen, mit der Hautseite nach unten |
20 g grobes Salz 15 g Zucker |
... vermischen und auf dem Filet verteilen |
1 Bund Petersilie (Koriandergrün, Zitronenverbene) oder Dill und Petersilie |
... waschen, grob hacken und auf dem Salz-Zucker-Gemisch verteilen
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Den Fisch mit Klarsichtfolie abdecken oder die Schale mit Deckel verschließen. Nach der Beizzeit den Fisch unter fließend kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
Und schon ist das Lachsfilet bereit zum Genießen.
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Am besten schmeckt der Lachs, wenn er schräg in dünne Scheiben geschnitten serviert wird.
So bleibt er zart, saftig – und sieht auch noch gut aus auf dem Teller.
Kreativ-Tipps
• Das fertig gebeizte Filet kannst du vor dem Servieren mit frischen Kräutern und Pfeffer bestreuen – das gibt nochmal etwas frische Würze.
• Die Kräuterwahl ist Geschmackssache: Klassisch wird Dill verwendet, aber auch Petersilie, Zitronenverbene. Koriander oder andere grüne Aromen passen gut.
• Du kannst den Fisch auch ohne Kräuter beizen – nur mit Salz und Zucker oder sogar ganz pur mit grobem Salz.
• Für ein würzigeres Aroma eignen sich gemörserter Pfeffer oder eine Prise Chili als Topping – einfach ausprobieren, was dir schmeckt.
• Du kannst ihn super zu Bagels, Baguette, Vollkornbrot oder auch zu kernigem Knäckebrot servieren. Auch Rührei oder Omelett passen hervorragend dazu.
• Ich mag ihn auch mal als Dip: klein geschnitten, mit etwas Schmand und Meerrettich verrührt – schnell gemacht und richtig lecker.
• Statt Lachs kannst du übrigens auch Lachsforelle oder ein anderes dickes Fischfilet verwenden. Wichtig ist nur: Der Fisch muss richtig frisch sein – am besten in Sushi-Qualität.