
Auf mehrfachen Wunsch, dass ich bitte ein besonders luftiges, leichtes und dabei einfaches Baguette backen möchte- ohne verschiedenste Mehlsorten und Sonstiges- habe ich mich entschlossen, eine Fertigmischung einzusetzen.
Zuerst habe ich nur die Mehlmischung verwendet: Das Brot war mir allerdings etwas zu fade im Geschmack.
Daher ist noch etwas aromatisches Hirsemehl in den Teig gewandert. Das Ergebnis der Krume ist dem gekauften herkömmlichen Baguette wirklich sehr nahe oder was meint ihr?
Für hin und wieder, wenn einen die Lust auf großporiges Baguette ähnlich dem gekauften, luftig-leichte Brötchen oder lockere Focaccia plagt, ist eine Backmischung topp und schmeckt frisch aus dem Ofen lecker zu einer Schale Salat, einem deftigen Chili con Carne, zum BBQ oder Brunch. Dagegen gibt es gar nix einzuwenden und manchmal muss es so sein ;-)
Ihr müsst euch aber keine Sorgen machen, dass es demnächst oft Fertigbackmischungen für meine Brotrezepte gibt. Nein, ich bleibe (bis auf einige, wenige Ausnahmen) bei meinen selbst zusammengestellten Bio-Mehlmischungen. Das ist gesünder, aromatischer und das Backen & Genießen macht mir einfach mehr Freude.
Zutaten für 2 Baguette:
250 g Mehlmix Brot von Schär
30 g Hirsemehl
20 g Kartoffelstärke
5 g Flohsamenschalenpulver
8 g Salz
20 g Hefe, frisch oder 1 Tüte Trockenhefe
20 g Speiseöl, neutral oder Olivenöl
1 EL Apfelessig
280 g Wasser

So geht´s

- Trockene Zutaten vermischen.
- Wasser, Hefe und Öl verschlagen.
- Den Mehlmix zum Wassergemisch geben.

- Mit dem Handrührgerät/ Knethaken ca. 6 Minuten kneten.
- Ihr könnt auch alle Zutaten mit der Küchenmaschine verkneten.
- Wer den Teig von Hand knetet, sollte rund 10 Minuten dafür einplanen.
- Den Teig auf die mit Hirsemehl betreute Arbeitsfläche geben und kurz von Hand nachkneten.

- Den Teig in 2 Stücke teilen.
- In Form kneten.

- Länglich formen, einschlagen und zu Stangen rollen.

- Die Stangen mit dem Schluss nach oben auf ein Backtrennpapier legen oder den Schluss nach unten drehen oder den Teigling vor dem Backen einschneiden.

- Die Teiglinge mit dem Papier locker abdecken.
- Rund 45 Minuten (bis der Teig gut aufgegangen ist) ruhen lassen.
Den Backofen zum Ende der Gehzeit auf 220 Grad/ Umluft vorheizen. Das Backblech im Backofen belassen zum Aufheizen.
- Das Backpapier aufschlagen und das Brot auf das Backblech legen. Ich lege es (schon zum Gehen) auf einen Pizzaschieber, damit lässt sich das Brot prima auf das Backblech schieben.
BACKEN: 220 Grad - 10 Minuten mit Dampf
200 Grad - rund 15 Minuten bis zur gewünschten Bräune
Das Baguette aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Kreativ-Tipps
- Ihr könnt aus dem Teig auch luftige Brötchen oder ein Weißbrot backen.
- Statt Hirsemehl könnt ihr Buchweizenmehl, Teff- oder Reismehl nehmen.
- Ihr könnt die Baguette ohne zusätzliches Mehl backen, müsst dann aber die Wassermenge anpassen.
Elke Schulenburg (Sonntag, 30 März 2025 18:57)
Liebe Aline,
sehr gerne – ich freue mich, wenn dir das weiterhilft.
Viel Spaß beim Ausprobieren – und wenn irgendwo was hakt, einfach melden.
Herzliche Grüße
Elke
Aline (Samstag, 29 März 2025 20:42)
Hallo Elke,
Vielen Dank für deine schnelle Nachricht und deine ausführlichen Anweisungen. Das werde ich beherzigen und mich erst einmal an dem Sandwichbrot versuchen. Wie du sagst, sind die hellen Brötchen sehr schwierig und bei mir seither auch noch nichts geworden.. Dann probiere ich mich erst einmal an deinen vielen anderen Rezepten
Elke Schulenburg (Samstag, 29 März 2025 19:30)
Liebe Aline,
wie schön, dass du schon Waffeln und das Rustikobrot ausprobiert hast – freut mich riesig, dass beides gut gelungen ist!
Und ja: Das Baguette … ist tatsächlich das einzige Rezept auf dem Blog, bei dem ich eine Fertigmehlmischung verwendet habe. Warum? Weil ich dachte, ich bastle mal ein schnelles Rezept für zwischendurch – ohne viel Abwiegen und Quellzeiten.
Aber ganz ehrlich: Ich mag diese Mischungen selbst auch nicht. Zu unflexibel, oft mit Zusätzen, die ich nicht brauche – und geschmacklich haut es mich selten vom Hocker.
Gerade helles Brot und Baguette sind beim glutenfreien Backen die Königsdisziplin – und mit Einzelmehlen wie Reismehl, Hafer oder Buchweizen gar nicht so einfach, vor allem am Anfang. Die Krume wird schnell krümelig oder speckig, die Kruste weich oder zäh.
Unsere Vollkornmehle (wie Buchweizen oder Teff) verzeihen da mehr – Stärkemehle hingegen trocknen schnell aus und ergeben oft eine eher feste Krume.
Was ich dir stattdessen wärmstens empfehlen kann – alles ohne Fertigmix und deutlich gelingsicherer:
✶ Express-Baguette mit Backpulver – superschnell, ohne Hefe. Perfekt für Anfänger.
✶ Würziges Wurzelbrot – habe ich mit Hefewasser gebacken, geht aber auch mit 15 g frischer Hefe und normalem Wasser.
✶ Buchweizen-Sandwichbrot – herrlich locker, saftig und wirklich einfach. Mein persönlicher Geheimtipp!
✶ Brötchen oder Baguette aus dem Rustiko-Landbrot, das du schon kennst – ebenfalls einfach und lecker.
✶ Fougasse – ein flaches Brot mit Charakter! Außen knusprig, innen weich, und richtig lecker. Ich mag es besonders gern zum Salat, BBQ oder einfach so. Eigentlich passt es immer, wo sonst Baguette wäre.
Also: Erst mal langsam herantasten an die glutenfreie Bäckerei – und dann Schritt für Schritt mehr ausprobieren. Du bist da auf einem super Weg.
Herzliche Grüße
Elke
Aline (Samstag, 29 März 2025 17:42)
Hallo Elke,
Ich bin noch ein richtiger Anfänger was glutenfreie Ernährung angeht. Ich habe bisher dein Rustikobrot und deine Waffeln ausprobiert. Beides wurde sehr gut. Nun wollte ich das Baguette backen, habe aber gesehen, dass du einen Schär Mix verwendest. Hättest du mir eine Alternative mit Reismehl, Hafermehl oder Buxhweizenmehl? Oder alle zusammen? Ich mag die Fertigmischungen nämlich nicht.. vielen Dank!!