· 

Magie des Oxymels - Teil 2: Kräuter, Rezepte und Wissenswertes

 Bunte Kräutermischung für Oxymel – frisch gesammelt, duftend und voller Heilkraft:

 

Willkommen bei Teil 2 meiner Oxymel-Serie!

Hier dreht sich alles um die Kräuter, Gewürze und Kombinationen, die dein Oxymel besonders machen. Ich stelle dir nach und nach Rezepte, Kräuterporträts und Hintergrundwissen zusammen – damit du immer wieder neue Inspirationen findest.

Ob du etwas für die Verdauung, für starke Nerven oder als sanfte Hilfe beim Einschlafen suchst – hier wirst du fündig.
Jedes Kraut bringt eigene Wirkstoffe mit, und das Schöne ist: Du kannst dein Oxymel ganz nach deinen Bedürfnissen zusammenstellen.

Also: Leg gleich los und setz dein erstes Rezept an!
Und keine Sorge – Oxymel ist nicht nur einfach herzustellen, sondern auch lange haltbar:
Im Kühlschrank bleibt es bis zu einem Jahr frisch und wirksam.

 ⤷ du bist ganz neu beim Thema Oxymel? Dann schau dir zuerst meinen ersten Artikel an:

Oxymel: Das magische Elixier für deine Gesundheit


Fast vergessen:
Wer auf Honig verzichten möchte – oder muss –, setzt einfach auf den puren Essig-Kräuter-Auszug.

Heilessig ist das ursprüngliche Oxymel – schlicht, wirksam und perfekt für alle, die es unkompliziert mögen.

 

Wenn du unter Unverträglichkeiten leidest, beachte bitte bei der Zusammenstellung der Kräuter deine individuellen Bedürfnisse.

Die Oxymel-Rezepte dienen ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen nicht den Besuch bei einer Ärztin oder einem Arzt.
Die Beschreibungen der Kräuter basieren auf traditionellem Wissen.

 

1. Thymian-Bohnenkraut-Oxymel: Atemwege und Verdauung

Wirkung & Zusammenspiel

Die Kombination aus Thymian und Bohnenkraut verbindet zwei kraftvolle Heilkräuter mit ganz eigenen Stärken:

  • Thymian wirkt entzündungshemmend und beruhigend, besonders bei Atemwegserkrankungen.

  • Bohnenkraut fördert die Verdauung und kann Magenbeschwerden lindern.

 

Gemeinsam ergeben sie ein harmonisches Oxymel, das sowohl die Atemwege als auch den Magen-Darm-Trakt unterstützt.
Der würzige, leicht pfeffrige Geschmack des Bohnenkrauts ergänzt die intensive Aromatik des Thymians – eine geschmacklich ausgewogene Mischung, die wirkt und schmeckt.

Rezept: Schnelles Oxymel mit Thymian & Bohnenkraut

Ich habe dieses Oxymel in der schnellen Variante zubereitet – mit Mixer statt wochenlangem Ziehen.
Gerade bei holzigen Kräutern wie Bohnenkraut und Thymian ist das Zerkleinern sinnvoll, damit sich die Aromen besser lösen.

Zutaten:

  • 40 g Thymian und Bohnenkraut (mit oder ohne Blüten)

  • 240 g Bio-Apfelessig

  • 240 g Imker-Honig

Zubereitung:

  1. Kräuter waschen, trocken tupfen oder schleudern

  2. Kräuter samt Stiel in den Mixaufsatz geben

  3. Essig und Honig hinzufügen

  4. Kurz mixen und in ein Schraubglas füllen

  5. 24 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen

  6. Zwischendurch mehrmals kräftig schütteln

  7. Danach abseihen und in eine saubere Flasche umfüllen

  8. Im Kühlschrank aufbewahren (hält sich gut)

 

Tipp: Wer mag, kann die Mischung auch bis zu einer Woche fermentieren lassen – für ein intensiveres Aroma.

 

Kräuterporträt: Bohnenkraut

Gesundheitliche Vorteile:
Bohnenkraut enthält ätherische Öle und Flavonoide, die entzündungshemmend und verdauungsfördernd wirken.
Es regt den Appetit an, unterstützt die Magen-Darm-Gesundheit und lindert Blähungen und Krämpfe.

 

Geschmack & Aroma:
Würzig, leicht pfeffrig, kräftig – ein typisches Küchenkraut mit Charakter.
Obwohl es Thymian äußerlich ähnelt, gehört es zu einer eigenen Pflanzenfamilie.

 

 

Kräuterporträt: Thymian

Gesundheitliche Vorteile:
Thymian ist ein echtes Multitalent bei Erkältung und Husten.
Seine ätherischen Öle wirken entzündungshemmend, schleimlösend und antibakteriell – ideal bei Atemwegsbeschwerden.
Auch Magen und Darm profitieren von seiner Wirkung.

 

Geschmack & Aroma:
Intensiv würzig, mit mediterraner Note und leichtem Zitrusduft – aromatisch und vielseitig einsetzbar.

 

2. Koriander-Ingwer-Oxymel: Verdauung und Entgiftung

Zutaten:

  • 20 g Koriander
  • 20 g frischer Ingwer

  • 20 g frisches Kurkuma

  • 10 schwarze Pfefferkörner

  • 300 g Bio-Apfelessig

  • 240 g Imker-Honig

Zubereitung:

  1. Koriander abspülen, trocknen, grob hacken
  2. Ingwer & Kurkuma schälen, in Stücke schneiden

  3. Pfefferkörner grob zerdrücken

  4. Alles (außer Honig) in ein Glas geben und verschließen

  5. 3–4 Wochen ziehen lassen, täglich schütteln

  6. Abseihen & mit Honig verrühren

  7. In Flasche oder Glas abfüllen, im Kühlschrank aufbewahren

 

Kräuterporträt: Koriander

Gesundheitliche Vorteile:
Koriander enthält antioxidative Verbindungen & ätherische Öle, wirkt entzündungshemmend, unterstützt die Verdauung und wird oft zur Entgiftung von Schwermetallen genannt (z. B. Quecksilber, Blei, Aluminium).
Er kann außerdem das Immunsystem stärken und den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.

Geschmack & Aroma:
Zitronig, leicht süßlich – frisch und würzig.
Wird weltweit verwendet – als Kraut & als Samen.

Hinweis: Manche Menschen empfinden Koriander als „seifig“ – das ist genetisch bedingt.

So geht's

40 g (Mai-) Fichtenwipfel

25 g Taglilienblüten und -blätter

260 Apfel-Essig

________________

300 g Imker-Honig

  • Taglilien und Fichtenspitzen waschen, trocknen und klein schneiden.
  • In ein Glas geben und mit dem Apfelessig auffüllen.
  • Verschließen. Schütteln und rund 4 Wochen fermentieren lassen.
  • Abgießen und den Heilessig mit dem Honig vermischen.
  • Kühl aufbewahren.

Porträt: Ingwer

Gesundheitliche Vorteile:
Ingwer ist ein echter Klassiker gegen Übelkeit, Völlegefühl & Verdauungsbeschwerden.
Er wirkt entzündungshemmend, regt das Immunsystem an und kann bei Gelenkbeschwerden und Schmerzen helfen.

Geschmack & Aroma:
Scharf, würzig, mit einer angenehmen Frische.

 

Hinweis: Kann bei empfindlichem Magen Sodbrennen auslösen. Vorsicht bei blutverdünnenden Medikamenten.

Porträt: Kurkuma

Gesundheitliche Vorteile:
Kurkuma ist bekannt für seine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung.
Es kann bei Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen und zur Stärkung des Immunsystems hilfreich sein.

Geschmack & Aroma:
Leicht bitter, erdig, warm-würzig – mit leuchtend gelber Farbe.

Hinweis: In hohen Dosen kann Kurkuma den Magen reizen. Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten.

 

Piperin im Pfeffer verbessert die Aufnahme von Curcumin – also ruhig mit ins Oxymel geben.

 

Du hast Lust bekommen, weiterzumachen?
Dann freu dich auf den nächsten Teil meiner Oxymel-Reihe, Teil 3:
Dort stelle ich dir weitere spannende Kombinationen vor – für starke Nerven, gesunde Haut und mehr innere Balance.
Wie immer: mit Rezept, Pflanzenporträt und ganz viel Erfahrung aus meiner Praxis.

Hier geht’s weiter zu Teil 3

  Teil 1 und Teil 4 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0