✎ MERKE:
Oxymel ist ursprünglich ein Essigauszug – der Honig kam erst später dazu.
Als Heilessig wirkt er auch ohne Süße, und gerade für Diabetiker ist das eine einfache, wirkungsvolle Alternative.
Ein altes Heilmittel, ganz ohne Firlefanz.
Jogi-Oxymel: Belebend für Körper & Geist
Diese Oxymel-Variante basiert auf einer würzigen Yogi-Tee-Mischung – mit Zutaten wie Zimt, Kardamom,
Ingwer, Nelken & schwarzem Pfeffer.
Die warmen, aromatischen Gewürze umhüllen den Gaumen, fördern die Konzentration, bringen den
Stoffwechsel in Schwung und schenken dir eine kleine Auszeit vom Alltag.
Dieses Oxymel ist kein leiser Kräutertee – es ist ein kraftvoller Würzessig mit Tiefe.
Ob als Digestif, als Energieschub zwischendurch oder als herbstlich-winterliches Elixier: Körper & Geist sagen, danke.
Zutaten:
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60 g Yogi-Tee-Mischung (z. B. mit Zimt, Kardamom, Ingwer, Pfeffer, Nelken)
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1 TL roter Pfeffer
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2 Stückchen Sternanis
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300 g Bio-Apfelessig (zum Mischen)
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300 g Imker-Honig
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ca. 60 g Apfelessig zusätzlich zum Auffüllen (nach Bedarf)
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Zubereitung:
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Gewürze und Teemischung in ein sauberes Glas geben
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Mit Apfelessig auffüllen (bis alles gut bedeckt ist, ca. 360 g)
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Glas gut verschließen und 5–6 Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen
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Täglich schütteln, damit sich die Aromen gut verteilen
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Nach der Ziehzeit abseihen
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Mit Honig verrühren und ggf. nach Geschmack etwas süßer abschmecken
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In Flasche oder Glas füllen – kühl & dunkel lagern
⤷ Tipp: Dieses Oxymel schmeckt pur, verdünnt mit warmem Wasser – oder als herzhafte Zutat in Marinaden & kräftigen Dressings.

Porträt: Yogi-Tee-Gewürzmischung
Gesundheitliche Vorteile:
Die Yogi-Gewürzmischung enthält kraftvolle Zutaten wie Zimt, Roten Pfeffer und Sternanis, die für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt sind.
Sie können das Immunsystem stärken, den Stoffwechsel anregen, die Verdauung fördern und die Durchblutung verbessern.
Zusätzlich wirken sie antioxidativ und können den Körper bei der Entgiftung unterstützen.
Die typische Wärme dieser Gewürze sorgt für ein wohliges Körpergefühl – besonders in der kalten Jahreszeit.
Geschmack & Aroma:
Die Mischung ist vielschichtig und harmonisch.
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Sternanis bringt Süße und einen Hauch Lakritz
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Zimt sorgt für eine warme, würzige Basis
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Roter Pfeffer setzt eine dezente Schärfe obendrauf
Gemeinsam entsteht eine rund-würzige, wärmende Kombination, die im Oxymel besonders gut zur Geltung kommt.
Liebstöckel-Oxymel: der Magenschmeichler
Liebstöckel, auch bekannt als Maggikraut, ist eine aromatische und vielseitige
Heilpflanze.
In einem Oxymel entfaltet er seinen intensiven Geschmack – kombiniert mit seinen verdauungsfördernden
Eigenschaften entsteht ein würziges Tonikum mit Charakter.
Dieses Oxymel passt wunderbar in die Küche, eignet sich aber auch als erfrischender Aperitif vor dem
Essen.
Ein kleiner Schluck vor dem Mittagessen – und dein Magen weiß, was Sache ist.
Zutaten:
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60 g frischer Liebstöckel (Blätter & zarte Stängel)
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360 g Bio-Apfelessig
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240 g Imker-Honig
Zubereitung:
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Liebstöckel waschen, trocken tupfen und klein schneiden
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In ein Glas geben und mit Apfelessig aufgießen
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Glas gut verschließen und täglich schütteln
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3–4 Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen
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Danach abseihen
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Den Kräuteressig mit Honig verrühren, bis er sich vollständig auflöst
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In eine saubere Flasche abfüllen und kühl lagern
⤷ Tipp: Dieses Oxymel eignet sich auch als Würzessig für Suppen oder Dressings – besonders, wenn es herzhaft werden darf.

Porträt: Liebstöckel
Gesundheitliche Vorteile:
Liebstöckel – besser bekannt als Maggikraut – ist nicht nur geschmacklich intensiv, sondern auch medizinisch interessant.
Seine ätherischen Öle wirken verdauungsfördernd und magenschonend.
Er kann bei Blähungen, Völlegefühl und leichten Magenbeschwerden helfen – und wird auch zur Unterstützung
der Atemwege genutzt.
In der Kräuterheilkunde gilt er zudem als entzündungshemmend und harntreibend.
Geschmack & Aroma:
Würzig, kräftig und mit deutlicher Sellerie-Note – kein Wunder, dass Liebstöckel den Beinamen „Maggikraut“ trägt.
In Oxymel bringt er eine herzhafte Tiefe ins Spiel und eignet sich besonders für würzige
Anwendungen wie Suppen, Dressings und Marinaden.
Maiwipfel-Taglilien-Oxymel: Immunstärkung & Harmonie
Diese ungewöhnliche Kombination bringt die Frische des Waldes mit der Leichtigkeit des Sommers zusammen.
Taglilien sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch essbar – mit einem milden, leicht süßlichen
Aroma und sanft ausgleichender Wirkung.
Fichtenwipfel dagegen duften harzig-würzig, stärken die Atemwege und gelten in der Volksmedizin
als natürlicher Immun-Booster.
Zusammen ergeben sie ein Oxymel, das nicht nur den Körper unterstützt – sondern auch der Seele guttut.
Zutaten:
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1 gute Handvoll frische Taglilienblüten
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1 Handvoll junge Fichten- oder Tannenwipfel
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ca. 240 g Bio-Apfelessig
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ca. 240 g Imker-Honig
Zubereitung:
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Blüten und Wipfel locker in ein Glas geben
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Mit Essig bedecken und 3 Wochen ziehen lassen
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Täglich schütteln, dunkel lagern
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Abseihen, mit Honig verrühren
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In eine Flasche abfüllen, im Kühlschrank aufbewahren
⤷ Ich habe die genaue Mengenangabe leider verlegt – aber mal ehrlich: Bei Oxymel zählt das Gefühl für die Zutaten. Wenn du mit frischen Pflanzen arbeitest, geht’s ohnehin besser mit Augenmaß. Wichtig ist: Alles gut bedecken, regelmäßig bewegen und mit Liebe ansetzen. Der Rest kommt von selbst.

Porträt: Taglilien
Gesundheitliche Vorteile:
Taglilien (Hemerocallis) enthalten antioxidative Verbindungen, die den Körper vor freien Radikalen
schützen können.
Sie sind reich an Ballaststoffen, Vitamin C und verschiedenen Mineralstoffen.
Traditionell werden sie für ihre entzündungshemmende Wirkung geschätzt und können die Verdauung
fördern.
Geschmack & Aroma:
Taglilien schmecken delikat, leicht süßlich und haben eine subtile blumige Note.
Sie bringen Leichtigkeit und Eleganz ins Oxymel – sowohl geschmacklich als auch optisch.

Porträt: Fichtenwipfel
Gesundheitliche Vorteile:
Fichtenwipfel enthalten ätherische Öle mit vielfältigen gesundheitlichen Effekten.
Sie unterstützen die Atemwege, lindern Beschwerden bei Husten, Erkältung und
Nebenhöhlenentzündung und wirken antiseptisch sowie entzündungshemmend.
Außerdem wird ihnen eine beruhigende Wirkung auf den Geist zugeschrieben – hilfreich bei Stress oder
innerer Unruhe.
Geschmack & Aroma:
Frisch, harzig und mit einer dezenten Zitrusnote – Fichtenwipfel bringen Wald und Frische ins Glas.
In Oxymel sorgen sie für ein aromatisch-würziges Profil, das hervorragend zu Dressings, Marinaden und sogar leichten Soßen passt.

Rückblick gefällig?
Du willst noch einmal von vorn loslegen oder dir die ersten Rezepte in Ruhe anschauen?
⤷ Teil 1: Oxymel – Das magische Elixier für deine Gesundheit
⤷ Teil 2: Magie des Oxymels: Kräuter, Rezepte und Wissenswertes
⤷ Teil 3: Oxymel-Rezepte: Für Immunsystem, Magen & frischen Schwung
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