Warum jetzt auch Urgetreide auf meinem Blog?

Elke Schulenburg erläutert die Hintergründe der Erweiterung ihres glutenfreien Blogs um das Thema Urgetreide.


Vielleicht wunderst du dich: „Elke macht doch glutenfrei – wieso kommt plötzlich Urgetreide dazu? Ist das nicht widersprüchlich?“ Gute Frage!

Die kurze Antwort: Nein.

 

Die ausführliche Antwort bekommst du jetzt:

Eins vorweg:

Eine Glutenunverträglichkeit oder Gluten-Sensitivität kann sich tatsächlich im Laufe der Jahre verändern – so wie übrigens alle Lebensmittelunverträglichkeiten. Genau darin liegt der gravierendste Unterschied zu einer Allergie oder zu Autoimmunerkrankungen wie Zöliakie.

Ganz klar:
Wer an Zöliakie leidet, muss streng glutenfrei bleiben – ein Leben lang. Da gibt es keinen Verhandlungsspielraum und keine Alternativen. Das ist wichtig! Und genau das ist auch mir persönlich besonders wichtig, ganz klar herauszustellen.

Wer aber eine Glutenunverträglichkeit (Sensitivität) hat und keine Zöliakie, der kann eventuell vorsichtig testen, ob der Körper wieder Spuren von Gluten toleriert. So war es bei mir nach über 10 Jahren der Fall. Ich möchte dir aber ganz deutlich sagen: Bitte immer behutsam und mit viel Fingerspitzengefühl ausprobieren!

 

Glutenunverträglichkeit – War es wirklich das Gluten?

Eine Glutenunverträglichkeit oder Sensitivität ist nicht zu 100 Prozent sicher messbar und eindeutig nachweisbar. Deshalb besteht sogar die Möglichkeit, dass bei manchen von uns – auch bei mir selbst – vielleicht gar nicht das Gluten allein der Übeltäter war. Es könnten genauso gut andere Antinährstoffe oder Begleitstoffe im herkömmlichen, modernen Hochleistungsweizen gewesen sein, die unsere Körper belastet und die Beschwerden ausgelöst haben.

Jetzt denkst du vielleicht: „Oh nein, war dann mein jahrelanges glutenfreies Leben umsonst?“
Klare Antwort: Nein! Absolut nicht.

Die glutenfreie Ernährung war und ist eine wunderbare Möglichkeit, deinem Körper eine echte, tiefe Regenerationspause zu gönnen. Das hat ihm definitiv gutgetan, egal ob letztlich Gluten oder andere Bestandteile verantwortlich waren.

Jetzt haben wir gemeinsam die Chance, noch genauer hinzusehen und tiefer zu forschen. Für mich persönlich beginnt gerade eine neue, spannende Entdeckungsreise, bei der ich neu austeste und experimentiere. Diese Reise möchte ich mit dir teilen und dich einladen, offen, neugierig und kritisch mit mir zusammen diesen Weg zu gehen.

 

Mit Mut und Geduld zu neuer Lebensqualität

Mit meiner Erfahrung möchte ich besonders jenen Mut machen, die mit Unverträglichkeiten zu kämpfen haben und oft verzweifelt sind. Dir möchte ich ganz klar sagen: Nicht aufgeben! Unverträglichkeiten können sich tatsächlich verändern, verbessern oder im Laufe der Zeit sogar wieder verschwinden, wenn wir unserem Körper eine ausreichend lange Auszeit von den belastenden Stoffen gönnen. Besonders dann, wenn wir gezielt und bewusst beispielsweise bei der Darmgesundheit ansetzen, hat der Körper oft die Chance, sich zu regenerieren und wieder toleranter zu werden.

 

Wichtig:

Der entscheidende Unterschied zur Allergie oder Zöliakie (Autoimmungeschehen) ist, dass Unverträglichkeiten und Sensitivitäten nicht zwingend lebenslang bestehen. Sie können sich bessern – so wie es bei mir geschehen ist. Genau das ist der Grund, weshalb ich mein Wissen mit dir teilen und meinen Blog erweitern möchte. 

 

Urgetreide – ein vorsichtiger Neuanfang

Aber langsam!
Bitte nicht gleich volle Kraft voraus, sondern mit Fingerspitzengefühl. Bei mir selbst hat sich nach langem, sorgfältigem Testen herausgestellt, dass ich Kamut – ein Urgetreide – aktuell wieder vertrage. Andere Urgetreide-Sorten hingegen nicht, und mit handelsüblichen Mehlsorten funktioniert nach wie vor gar nichts. Wohlgemerkt, alles  in Maßen, nicht in Massen! Für mich persönlich ist das natürlich eine Bereicherung, und ich begrüße diese Entwicklung sehr.

Ich habe lange überlegt und sorgfältig getestet, bevor ich entschieden habe:
Ja, ich möchte diese neuen Erfahrungen mit dir und euch allen teilen. Denn ich sehe darin eine Chance, mehr Wissen rund um Gluten und Urgetreide verständlich und klar zu vermitteln.

Warum ist mir das besonders wichtig? Weil ich immer wieder sehe, wie viel falsches Wissen zu diesen Themen kursiert. Oft liest man sogar, Urgetreide sei glutenfrei – aber das stimmt definitiv nicht!  Auch hierzu wirst du bald etliche fundierte Artikel von mir lesen.

 

Klare Vorteile für gemischte Haushalte

Für alle, die in einem gemischten Haushalt leben, in dem einige glutenfrei bleiben müssen und andere vielleicht nicht, bietet meine Blog-Erweiterung jetzt den großen Vorteil, dass ich für beide Bedürfnisse Rezepte und Wissen bereitstellen kann.

 

Also, keine Sorge:

Mein glutenfreier Blog wird auf keinen Fall aufgehoben – er bekommt nur ein Upgrade, das dir noch mehr Nutzen und Vielfalt bietet. Ich selbst lebe weiterhin überwiegend glutenfrei, auch weil ich Brote und Backwaren aus unseren glutenfreien Alternativmehlen – wie Buchweizen, Reis oder Hafer – geschmacklich sehr mag und nicht mehr missen möchte.

Du kannst dich natürlich wie bisher auf meine Rezepte verlassen. Alle Angaben zu Zutaten bleiben zuverlässig, transparent und klar. Sonst ändert sich nichts:

  • Meine Fotos mache ich weiterhin selbst, bei Tageslicht.
  • Meine Meinung bleibt wie gehabt authentisch – sie wurde lediglich erweitert durch eigene Erfahrungen, neues Wissen und aktuelle Studienlagen.
Elke Schulenburg erklärt die Vorteile und Chancen, die sich durch das Zufügen des Urgetreides zu ihrem glutenfreien Blog ergeben.

 

 

 

Ich freue mich sehr darauf, mit dir gemeinsam diesen neuen Weg zu erkunden und dir auch zukünftig hilfreiches, fundiertes Wissen und leckere Rezepte zu liefern!

Elke